Sport und Demenz – Dabei bleiben in Mittelsachsen

Sport­ver­ei­ne als star­ke Part­ner im All­tag älte­rer Menschen

Der Land­kreis Mit­tel­sach­sen steht vor demo­gra­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen: Die Bevöl­ke­rung wird älter, sozia­le Kon­tak­te neh­men im Alter häu­fig ab und die Zahl der Men­schen mit Demenz steigt.

Gera­de im länd­li­chen Raum über­neh­men Sport­ver­ei­ne dabei eine wich­ti­ge Rol­le. Sie sind oft die letz­ten sta­bi­len Treff­punk­te vor Ort: Orte der Bewe­gung, aber vor allem auch der Begeg­nung, Zuge­hö­rig­keit und des Ehrenamts.

Für vie­le älte­re Men­schen ent­schei­det sich hier, ob sie wei­ter­hin aktiv am gesell­schaft­li­chen Leben teil­neh­men oder sich zuneh­mend zurückziehen.

Unser Ansatz: „Dabei blei­ben – demenz­freund­li­che Sport­ver­ei­ne in Mittelsachsen“

Als Kreis­sport­bund Mit­tel­sach­sen wol­len wir unse­re Ver­ei­ne dabei unter­stüt­zen, ihre Ange­bo­te stär­ker für älte­re Men­schen zu öff­nen, auch für Men­schen mit kogni­ti­ven Einschränkungen.

Unser Ziel ist es, Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen, damit Men­schen mög­lichst lan­ge aktiv im Ver­eins­le­ben blei­ben können.

Dabei geht es uns nicht dar­um, neue zusätz­li­che Ange­bo­te zu schaf­fen oder büro­kra­ti­sche Hür­den auf­zu­bau­en. Viel­mehr möch­ten wir Ver­ei­ne dabei unter­stüt­zen, bestehen­de Ange­bo­te so anzu­pas­sen, dass sie auch mit ver­än­der­ten Bedürf­nis­sen gut funktionieren.

Was wir kon­kret tun

Gemein­sam mit Part­nern aus Pfle­ge, Gesund­heit und Ver­wal­tung ent­wi­ckeln wir pra­xis­na­he Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te für unse­re Vereine.

Dazu gehö­ren unter anderem:

  • Pilot­se­mi­na­re mit Ver­ei­nen im Landkreis
  • Qua­li­fi­zie­rungs­an­ge­bo­te für Übungs­lei­te­rin­nen und Übungsleiter
  • Pra­xis­na­he Hin­wei­se und Leit­li­ni­en für den Trai­nings- und Vereinsalltag
  • Ver­net­zung mit regio­na­len Partnern

Wir arbei­ten dafür eng mit dem Land­rats­amt Mit­tel­sach­sen zusam­men und sind im Aus­tausch mit dem Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bund (DOSB).

Was bedeu­tet das für Vereine?

Vie­le Übungs­lei­te­rin­nen und Übungs­lei­ter erle­ben bereits heu­te älte­re Teil­neh­men­de mit unter­schied­li­chen Bedürf­nis­sen – füh­len sich aber im Umgang damit oft unsicher.

Wir möch­ten zei­gen:
Es braucht häu­fig kei­ne grund­le­gen­den Ver­än­de­run­gen, son­dern klei­ne, all­tags­taug­li­che Anpas­sun­gen, zum Beispiel:

  • kla­re und ein­fa­che Kommunikation
  • fes­te Abläu­fe und Orientierung
  • ein wert­schät­zen­der und gedul­di­ger Umgang
  • ange­pass­te Belas­tung und fle­xi­ble Gestal­tung von Angeboten

So kön­nen Ver­ei­ne aktiv dazu bei­tra­gen, dass Men­schen län­ger teil­neh­men, sich wohl­füh­len und ein­ge­bun­den bleiben.

Mit­ma­chen und weiterdenken

Das The­ma „Sport und Demenz“ wird in den kom­men­den Mona­ten wei­ter auf­ge­baut und ent­wi­ckelt. Wir laden alle Ver­ei­ne im Land­kreis Mit­tel­sach­sen herz­lich ein, sich ein­zu­brin­gen, Erfah­run­gen zu tei­len oder eige­ne Ideen einzubringen.

Wei­ter­füh­ren­de Informationen

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Hin­ter­grün­de zum The­ma fin­den Sie beim Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bund (DOSB): https://www.dosb.de/themen/mensch-und-sportverein/breitensport-und-gesundheit/demenz-und-gehirnsport